Kurze Antwort
Für die Beschaffung eines Kühlhauses verbinden Sie einen freigegebenen Leistungsumfang mit Terminplan, Gesamtkostenvergleich und klaren Abnahmekriterien. Der kostenlose ColdMatch-Planner organisiert diese Arbeit; das Team prüft eingereichte RFQs und holt im betreuten Verfahren geordnete Anbieterantworten ein.
Das Wichtigste
- Ist die Planung kostenlos? Ja, mit kostenlosem Käuferkonto sind Projekte, Aufgaben, Gantt, Budget, Angebotsvergleich und Einladungen kostenlos.
- Gibt es den Planner auf Deutsch? Die Oberfläche ist derzeit Englisch; eine übersetzte Planner-Oberfläche ist noch nicht verfügbar.
- Kann ich Anbieter direkt anschreiben? Nein.
- Wie werden fehlende Wechselkurse behandelt? Sie tragen Kurs und Quelle selbst ein.
Geprüft: 2026-10-17 · ColdMatch Group
Redaktion: ColdMatch Group editorial team. Herausgeber: ColdMatch Group, Teil der Global B2B Group. Ausgabe vom 17. Oktober 2026. Dieser Beitrag bietet Planungshilfe, keine technische Auslegung und keine Finanzberatung.
Kühlhausbeschaffung beginnt mit einem belastbaren Projektumfang
Ein neues Kühllager ist kein einzelner Gerätekauf. Wareneingang, Vorkühlung, Lagerung, elektrische Versorgung und Inbetriebnahme müssen zusammenpassen. Für eine Genossenschaft zählt nicht nur, wann Verdichter eintreffen, sondern wann die gesamte Anlage unter vereinbarten Bedingungen übernommen werden kann. Einkauf, Betriebsleitung und Kälteplanung brauchen deshalb dieselbe Entscheidungsgrundlage: freigegebene Anforderungen, nachvollziehbare Kostenstände und einen Terminplan mit Abhängigkeiten.
ColdMatch beschreibt seine Zielvorstellung als Betriebssystem für die landwirtschaftliche Kühlkettenbeschaffung. Das ist eine Markenambition, keine verifizierte Rangfolge. Praktisch verbindet der Planner Projektorganisation mit einem betreuten Beschaffungsmodell: Sie erstellen das Projekt und reichen eine Angebotsanfrage ein; das ColdMatch-Team prüft diese, spricht passende Anbieter in Ihrem Auftrag an und präsentiert geordnete Antworten. Es gibt weder ein öffentliches Lieferantenverzeichnis noch direkte Käufer-Lieferanten-Nachrichten oder offengelegte Lieferantenkontaktdaten.
Die Planung setzt ein kostenloses ColdMatch-Käuferkonto voraus. Projekte, Aufgaben, Gantt, Budget, Angebotsvergleich und die Einladung von Mitwirkenden kosten nichts; betreute Beschaffungsleistungen werden separat vereinbart. Die Planner-Oberfläche ist derzeit auf Englisch. Die folgenden Anleitungen verwenden deshalb die tatsächlichen englischen Beschriftungen.
Der Weg führt von der Idee über Vergleichbarkeit zur Abnahme

Beginnen Sie mit der Idee und grenzen Sie den Bedarf ein: Welche Produkte kommen wann an, welche Mengen müssen vorgekühlt werden, welche Lagerdauer ist vorgesehen? In der Machbarkeitsprüfung klären Sie Standort, Netzanschluss, Flächen und Verantwortlichkeiten. Für die Recherche bietet das Knowledge Center Hintergrundwissen; es ersetzt keine Standortaufnahme. Trennen Sie gesicherte Angaben von offenen Annahmen und weisen Sie jeder offenen Frage einen Verantwortlichen zu.
Nutzen Sie anschließend den Kältelastrechner, den CAPEX-Schätzer und den Energie-Lebenszyklusrechner für nachvollziehbare Planungsszenarien. Diese öffentlich zugänglichen Werkzeuge verlangen keine Vorauszahlung; ihre Ergebnisse sind keine Lieferangebote. Übertragen Sie Annahmen in Plan, Gantt und Meilensteine. Erst danach folgen RFQ, Angebotsvergleich, Budgetfreigabe und gegebenenfalls Finanzierungsoptionen.
Die Reise endet nicht mit dem Zuschlag: Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Leistungstest und Übergabe benötigen eigene Aufgaben. Menschliche Begleitung verbindet offene technische und kaufmännische Punkte mit dem aktuellen Plan. Bei verknüpfter Anfrage sieht das ColdMatch-Team im CRM Projektfortschritt, einen kleinen Gantt, überfällige oder blockierte Aufgaben, Budget gegenüber Angeboten und den Angebotsstand. So kann die Orientierung an konkreten Planungsproblemen ansetzen.
Fünf Arbeitsschritte machen die Beschaffung steuerbar

1. Projekt mit passender Vorlage starten
Öffnen Sie Project Command Center, melden Sie sich an und wählen Sie "New project". Unter "Start from inquiry (optional)" können Sie eine eigene bereits eingereichte Anfrage auswählen. Unter "Template" passt für einen Neubau "New cold storage facility", für eine Erweiterung häufig "Retrofit / upgrade of existing plant". Alternativen sind "Blank project", "Industrial process cooling" und "Cold-chain distribution hub". Ergänzen Sie "Title (optional)" und bestätigen Sie "Create project".
Benennen Sie das Projekt so, dass Genossenschaft und Standort eindeutig erkennbar sind. Legen Sie Zuständigkeiten über "Team" fest: Einladung per E-Mail als "Viewer" oder "Editor". Zugriff entsteht erst nach Anmeldung mit genau dieser verifizierten Adresse. Eine Einladung ist also noch kein Zugang für beliebige Personen im Unternehmen.
2. Beschaffungszeitplan und Gantt vorbereiten
Die Vorlagen erzeugen aufeinanderfolgende Aufgaben mit Abhängigkeiten und Meilensteinen über sieben Phasen: "Load calculations", "Site & utilities", "Temperature specs", "Energy modelling", "Equipment sourcing", "Offers & award" und "Installation & commissioning". Prüfen Sie jede Phase auf Ihren Betrieb; alle Daten sind editierbar. Ersetzen Sie eine mechanisch übernommene Reihenfolge durch fachlich abgestimmte Voraussetzungen, wo dies erforderlich ist.
Ergänzen Sie in "List" Aufgaben mit "Phase" und öffnen Sie diese für "Owner / assignee", "Start", "Due", "% complete", "Depends on", "Blocker" sowie "Checklist / subtasks". Im "Gantt" wechseln Sie zwischen "Weeks" und "Months". Abhängigkeitslinien und hervorgehobener kritischer Pfad zeigen Terminfolgen; mit "−1w" und "+1w" verschieben Sie eine Aufgabe. Balken lassen sich nicht ziehen. Kontrollieren Sie insbesondere "Specification approved", "Issue RFQ to shortlisted suppliers", "Contract awarded" und "Handover".
3. RFQ einreichen und Antworten in Offers erfassen
Erstellen Sie die eigentliche Anfrage im RFQ Builder, nicht im Reiter "Offers". Beschreiben Sie Produktströme, vorgesehene Temperaturbereiche, Standortbedingungen, Schnittstellen und gewünschte Abnahmekriterien. Stellen Sie klar, wer Elektroarbeiten, Entladung und Montage übernimmt. Das Team validiert die Anfrage und übernimmt die Ansprache geeigneter Anbieter; ein sofortiger Direktkontakt wird nicht versprochen.
In "Offers" wählen Sie "Add offer" und erfassen Anbieterbezeichnung, "Status", "Amount", "Currency", "Lead time (weeks)", "RFQ sent" und "Valid until". Nutzen Sie "Scope / notes" für Ausschlüsse und Rückfragen. Statuswerte reichen von "requested" und "received" über "shortlisted" bis "approved", "rejected" oder "contracted". Vom ColdMatch-Team eingestellte Angebote bleiben bis zur Freigabe zur Weitergabe unsichtbar. RFQs und Vorschläge finden Sie außerdem im Käuferportal.
4. Gesamtkosten statt Gerätepreise vergleichen
Bewerten Sie in "Offers" Preis, Technik, Lieferung und Service jeweils mit 0–5 Punkten. Der durchschnittliche "Score" ordnet Angebote; er ersetzt keine technische Prüfung und ist keine individuell gewichtete Nutzwertanalyse. Klären Sie zuerst zwingende Anforderungen, bevor Sie einen hohen Durchschnitt als Kaufargument verwenden. Eine fehlende Leistung wird durch einen guten Preis nicht automatisch akzeptabel.
Unter "Budget" erzeugen Sie mit "Add cost line" CAPEX- und OPEX-Zeilen. Halten Sie "Estimated", "Quoted", "Committed" und "Actual" auseinander: Planung, Angebot, Bindung und tatsächliche Ausgabe sind unterschiedliche Sachverhalte. Ergänzen Sie bei Fremdwährungen "Rate → base" und "Rate source" selbst; die Eingaben werden mit Zeitstempel gespeichert. Ohne Kurs bleibt die betreffende Zeile außerhalb der Summen. Stellen Sie "Base currency" und "Contingency %" ein; es sind keine Werte vorbefüllt.
Nutzen Sie den TCO-Rechner, um Energie, Wartung und Investition unter gemeinsamen Annahmen zu betrachten. Vergleichen Sie denselben Betrachtungszeitraum, dieselbe Nutzung und denselben Leistungsumfang. Versand, Montage, Einweisung, Ersatzteile und Abnahme dürfen nicht zwischen zwei Angeboten verschwinden. Der Planner führt diese Bewertungen zusammen, erzeugt aber keine verbindlichen Lieferpreise.
5. Meilensteine und Risiken regelmäßig prüfen
In "Overview" kontrollieren Sie Fortschritt, erledigte Meilensteine, "Next deadline" und "Risks & alerts". Warnungen betreffen überfällige oder blockierte Aufgaben, gebundene Kosten oberhalb von Schätzung plus Reserve und fehlende Wechselkurse. Sehen Sie im "Gantt" nach, ob eine Verzögerung auf dem kritischen Pfad liegt. Im "Board" kennzeichnet "Blocked" ein Hindernis; die weiteren Spalten heißen "To do", "In progress" und "Done".
Vereinbaren Sie eine regelmäßige kurze Durchsicht mit Einkauf und Betrieb. Nutzen Sie "Activity" für Kommentare mit @mentions und das automatische Aktivitätenprotokoll. "AI copilot" kann mit "Review my plan" fehlende Spezifikationen, Risiken und Aufgaben vorschlagen; eine Aufgabe wird erst nach Ihrer Bestätigung angelegt. Die gekennzeichnete KI berät, liefert aber weder Angebote noch regulatorische Garantien. Dateianhänge und E-Mail-Erinnerungen sind derzeit nicht verfügbar.
Beispiel: Eine Apfelgenossenschaft plant vom Erntefenster rückwärts

Eine fiktive Südtiroler Genossenschaft möchte Vorkühlung und gekühlte Lagerung für Äpfel sowie einen getrennt zu prüfenden Gemüsebereich errichten. Das ist kein Kundenbericht. Die Betriebsleitung definiert Warenfluss und saisonale Spitzen, die Fachplanung prüft Produkttemperaturen, Luftführung und gegebenenfalls gesonderte Atmosphärenanforderungen. Nicht alle Produkte erhalten automatisch denselben Lagerraum oder dieselbe Einstellung.
Hypothetische Illustration — kein Angebot und kein Vergleichsmaßstab. Die gerundeten EUR-Beträge dienen ausschließlich der Budgetstruktur; sie sind keine typischen Baukosten.
| Position | Hypothetischer Betrag EUR |
|---|---|
| Laststudie | 20.000 |
| Dämmplatten | 100.000 |
| Kälteanlage | 180.000 |
| Elektroarbeiten | 40.000 |
| Montage | 40.000 |
| Inbetriebnahme | 20.000 |
| Zwischensumme | 400.000 |
| Reserve 10 % | 40.000 |
| Planungssumme | 440.000 |
Grundstück, Steuern, Finanzierung und nicht aufgeführte Bauleistungen sind nicht enthalten. Die Reserve wird nicht nochmals als zweite Budgetposition addiert, wenn sie bereits über "Contingency %" berücksichtigt wird. Für einen Schweizer Standort wählen Sie gegebenenfalls CHF als Basis; für Deutschland und Österreich prüfen Sie ebenso lokale Genehmigungen und Anschlussbedingungen. EUR-Werte sind keine Übertragung auf Schweizer Kostenverhältnisse.
Vor dem Erntebeginn braucht die Genossenschaft nicht nur eine Lieferung, sondern einen nachgewiesenen Betriebszustand. Deshalb folgen auf die Montage Aufgaben für Funktionsprüfung, vereinbarte Leistungsnachweise, Bedienerschulung und dokumentierte Übergabe. Falls der Anschluss später verfügbar wird, muss der Plan die Folgen für Tests und Abnahme sichtbar machen; zusätzliche Hardware allein löst dieses Terminproblem nicht.
Eine Freigabecheckliste verhindert ungleiche Angebote

- Produktmix, Anlieferungstemperatur und Spitzenmengen mit dem Betrieb abstimmen.
- Standort, Elektroanschluss und bauseitige Leistungen fachlich prüfen lassen.
- Abnahmekriterien, Dokumentation und Schulung ausdrücklich abgrenzen.
- Angebotsgültigkeit, Lieferzeit und Serviceumfang auf dieselbe Basis bringen.
- Fremdwährungskurse, Ausschlüsse und Budgetreserve sichtbar erfassen.
- Verantwortliche für Blockaden sowie Entscheidungstermine benennen.
- Vor dem Zuschlag die Finanzierung und vor Übergabe die offenen Restpunkte klären.
Ein allgemeines Projektwerkzeug bleibt eine konfigurierbare Alternative

| Arbeitsbereich | ColdMatch-Planner | Allgemeines Projektmanagement-Werkzeug |
|---|---|---|
| Kälteprojektphasen | Fachbezogene Vorlagen | Entsprechende Phasen würden Sie üblicherweise selbst einrichten |
| Investition und Betrieb | CAPEX/OPEX mit vier Kostenständen | Kostenfelder und Auswertungen würden Sie üblicherweise konfigurieren |
| Angebote | Vier Kriterien und durchschnittlicher Score | Eine eigene Bewertungsstruktur wäre üblicherweise einzurichten |
| Beschaffungsweg | Verbindung zu betreutem RFQ und Rechnern | Diesen Arbeitsablauf würden Sie üblicherweise selbst organisieren |
Entscheidend ist die Passung zum Arbeitsprozess, nicht eine pauschale Überlegenheit gegenüber anderen Produkten. Wer bereits eine Projektstruktur hat, sollte vor allem prüfen, wo Anforderungen, Angebotsstände und Entscheidungskommentare heute auseinanderlaufen.
Finanzierungsoptionen kommen von unabhängigen Partnern
ColdMatch und Global B2B Group vergeben keine Kredite und leisten keine Finanzberatung. Qualifizierte Projekte können über das Financing Center unabhängigen Finanzierungspartnern vorgestellt werden. Eine Vorstellung ist keine Finanzierungszusage. Prüfen Sie Zahlungsmeilensteine, Liquiditätsbedarf und Vertragsbedingungen mit Ihren eigenen zuständigen Fachleuten, bevor Sie Verpflichtungen eingehen.
Quellen und Grenzen: Orientierung ist keine Standortfreigabe
FAO behandelt Lebensmittelverluste und -verschwendung; daraus folgt weder eine projektspezifische Einsparquote noch eine Anlagenauslegung. Der UNEP-Bericht ordnet nachhaltige Lebensmittelkühlketten ein, liefert aber kein Angebot für Ihren Standort. Das Internationale Kälteinstitut bietet kältetechnisches Wissen, keine Freigabe Ihres Bauvorhabens. Die EU-Kommission zu F-Gasen ist eine Quelle zum EU-Rahmen; sie ersetzt weder die Prüfung konkreter Anforderungen in Deutschland und Österreich noch eine eigenständige Schweizer Rechtsprüfung.
Projekt aufbauen und Zuständigkeiten klären; anschließend Anbieter über ein betreutes RFQ vergleichen. So wird aus einer Kühlhausidee eine nachvollziehbare Folge freigegebener Entscheidungen.
Vom Erntefenster bis zur Übergabe: Beschaffung als zusammenhängendes Projekt.
Kühlhausprojekt aufbauenHäufige Fragen
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